About blogging and sharing

Daniel Zihlmann Photography - Fotograf Hochzeit Baby Portrait, SchweizIch werde immer wieder gefragt (und belächelt), weshalb ich einen Blog habe. Ganz einfach!

Ein Blog (der Begriff ist eine Verkürzung des Begriffes “weB log”, also etwa “Internet-Tagebuch”) kann einfach nur unterhaltend sein. Blogs sind aber viel mehr. Blogs sind auch eine sehr gute Informationsquelle, die dem Austausch von Wissen dient. Und ein Marketing-Instrument.

Als Fotograf informiere ich mich in Blogs nicht nur darüber, was andere befreundete Fotografen privat machen, sondern v.a. auch woran sie beruflich gerade arbeiten oder wie sie die Entwicklung des Photobusiness einschätzen und es selber weiterentwickeln. Über Blogs wird Knowhow ausgetauscht. Und wer Wissen teilt bringt nicht nur die anderen weiter, die vom eigenen Wissen profitieren, sondern auch sich selber. Denn was man gibt, kommt auch wieder zurück. In den USA ist diese Erkenntnis weit verbreitet, in der Schweiz braucht es diesbezüglich noch Entwicklungsarbeit. Man hat Angst anderen einen Vorteil zu verschaffen und selber etwas zu verlieren. Wie kurzsichtig, solches Denken! Schliesslich nützt es allen, wenn man das Photobusiness weiterentwickelt. Auch in den USA hat es jahrelange Aufbauarbeit gebraucht. Als Lohn gibt es heute einen gut entwickelten Markt für Hochzeitsfotografie und Fotografen, die sich untereinander austauschen statt Angst vor der Konkurrenz zu haben. Es gibt diverse Magazine zum Thema Hochzeit, einen Markt für High End Hochzeitsfotografie und Kunden, die wissen, was es gibt und was sie wollen. All dies existierte in den USA vor einigen Jahren auch noch nicht. Mit vereinten Kräften haben die Fotografen dies erreicht. Und profitieren nun alle von einem Markt, der heute viel mehr Arbeit für alle ermöglicht.

Genau dies hat mir auch David Jay in unseren Gesprächen bestätigt: “If you don’t share, you won’t be successful!” Und: “You have to educate the brides.” Man muss erklären, überzeugen, die Kunden “schulen”. Und damit einen Markt aufbauen und ein Bedürfnis schaffen.

Und der Blog als Marketing-Tool? Das Führen eines eigenen Blogs kann Kunden einen persönlichen Bezug zu einem Fotografen geben. Man lernt den Fotografen näher kennen. Und wen man kennt, dem vertraut man auch. Und Vertrauen ist die Grundlage für eine erfolgreiche Geschäftsbeziehung. Durch die tägliche Aktualisierung der Blogs wird es für die Leser ausserdem interessant, immer wieder zurückzukommen. Ein sich ständig ändernder Blog ist interessant, eine statische Website dagegen nicht.

Und nicht zuletzt werden auch Blogs, nicht nur Websites, von Suchmaschinen indexiert. Man wird als Fotograf also auch über Blogs gefunden. Und dies führt irgendwann zu neuen, zufriedenen Kunden.

Ein Blog, den ich täglich lese, ist derjenige des US-Fotografen John Harrington, Photo Business News & Forum. John hat auch ein Buch zum Thema Photobusiness geschrieben und alles offen gelegt. Preise, Verträge, Verhandlungsstrategien, Kommunikation mit Kunden. Der Blog ist wie eine Ergänzung dazu. Das Buch ist statisch, wie eine Website. Es wurde mal gedruckt, das ist der Stand vor ein paar Monaten. Der Blog ist dynamisch und zeigt nun die Weiterentwicklung auf, den heutigen Zustand des Photobusiness. Ich empfehle beides zu lesen, das Buch (Best Business Practices for Photographers, Englisch) und den Blog. Viel Vergnügen!

I’m often asked why I write a blog. Very simple!

Writing and reading a blog can be just for fun. But more often they are a place to share. Share ideas, opinions, knowhow. And they are a marketing tool.

In the US a lot of photographers share not only their private life in a blog, they especially share business knowhow. Something you can’t imagine in Switzerland…

But as David Jay told me, also in the US it was not always like this. It needed a lot of work to come to the point where the business of wedding photography is now in the US. He told me: “You have to educate the brides.” To build up a growing market and a need for high end wedding photography. And you have to share your knowhow with other photographers, if you want to be successful.

Not only websites are indexed by Google and other search engines, blogs are searched too. That means that you will be found more often, if you write a blog and that drives traffic to your website too. Because blogs are updated daily, they are more interesting to readers than just static, never changing websites. And the readers come regularly back. They start to know more and more about the photographer and feel like they know him as a person. With knowing the person they also build up trusting this person. And trust is the basis for a successful business relation. Marketing tool.

One of the blogs I read every day is Photo Business News & Forum by US photographer John Harrington. He also wrote a book about photography: Best Business Practices for Photographers. Check them out and start sharing too!

3 thoughts on “About blogging and sharing

  • Servus Daniel,

    beim Googeln nach “David Jay” bin ich auf deinen Blog gestoßen – ein Glückstreffer ;-) Ich verfolge seit einigen Monaten die Entwicklung des US-amerikanischen Marktes für Hochzeitsfotografie. Das Thema interessiert mich sowohl aus betriebswirtschaftlichen Gründen (hab BWL studiert) als auch aus Sicht der Fotografin. Selber fotografiere ich keine Hochzeiten, finde es aber absolut faszinierend, was in den USA da gerade abgeht – Stichwort: Free to Succeed Tour. Du hast das ja alles sehr gut in deinem Blog beschrieben.

    Ich selbst stehe noch ziemlich am Anfang als Fotografin und mir geht es wie dir: auch die österreichischen Fotografen sind in Sachen “freiwillige Informationsweitergabe” usw. noch sehr rückständig. Jeder kocht sein eigenes Süppchen und hortet seine Geheimnisse ;-) Deshalb bin ich auch meist auf amerikanischen Fotoblogs unterwegs. Ich hoffe, dass ich – wenn ich mal erfahrener bin – gegen den Strom schwimme und mein fotografisches Wissen gerne teile.

    Grüße in die Schweiz!

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